Direkt zum Inhalt

Forbes: Wie weibliche Charaktere die Macht in WoW ergreifen konnten

Auch wenn weibliche Charaktere in der Geschichte des Warcraft-Universums schon immer eine wichtige Rolle spielten und sie gelegentlich sogar im Hauptfokus der jeweiligen Erzählung standen, so sind mit Battle for Azeroth überraschend viele Frauen in den Vordergrund der Handlung gerückt, weshalb es in dem aktuellen Addon auch so viele wichtige weibliche Figuren gibt, wie noch nie zuvor.

Teaser Bild von Forbes: Wie weibliche Charaktere die Macht in WoW ergreifen konnten
Teaser Bild von Forbes: Wie weibliche Charaktere die Macht in WoW ergreifen konnten

Dieser Umstand zeigt sich beispielsweise durch die zu großen Teilen auf Jaina Prachtmeer basierende Spielerfahrung der Allianz, die wichtige Rolle von Talanji, der Aufstieg von Sylvanas zum Kriegshäuptling der Horde, den auf Azshara basierenden Patch 8.2: Rise of Azshara oder der kompletten Webserie Kriegsbringer. Aufgrund dieser hohen Dichte an wichtigen weiblichen Charakteren führten die Vertreter der bekannten Internetseite forbes.com vor Kurzem ein sehr interessantes Interview mit Lydia Bottegoni (senior vice president of story and franchise) und Ingame Cinematic Project DirectorTerran Gregory, welches sich unter anderem damit beschäftigte, warum so viele Frauen aktuell in WoW eine Rolle spielen und ob die Entwickler diese Situation absichtlich herbeigeführten haben. In diesem Interview erklärten die Mitarbeiter von Blizzard Entertainment, dass diese Entwicklung organisch passiert ist und nicht absichtlich zu Werbezwecken oder anderen problematischen Gründen herbeigeführt wurde. Das Entwicklerteam ist einfach nur den vorliegenden Geschichtssträngen gefolgt und baute eine Handlung auf, die sowohl zu dem Krieg zwischen den Fraktionen als auch den für BfA vorliegenden Ideen für zukünftige Updates passte. Weitere Informationen aus diesem Interview findet ihr in der folgenden Zusammenfassung: Da Sylvanas eine ziemlich starke Figur darstellt, sehen die Entwickler den Kampf gegen Anduin und Saurfang nicht wirklich als unfair an. Die Entwickler haben erst im Nachhinein bemerkt, dass die Kriegsbringer-Reihe nur weibliche Charaktere thematisiert. Es war nicht das Ziel. Die Story bis zu WoD drehte sich hauptsächlich um Menschen gegen Orcs. Nun da dieser Teil der Geschichte etwas zurückgegangen ist, können neue Charaktere und Geschichten in den Vordergrund treten. Das Team erkannte irgendwann, dass viele in den Vordergrund gestellte Figuren Frauen sind. Allerdings war das nur eine Beobachtung und keine Sache, die man unbedingt ändern muss. Das Team möchte nur eine gute Geschichte erzählen. Die drei Kriegsbringer funktionieren, weil alle drei Frauen komplexe Hintergrundgeschichten besitzen. In WoD freute sich Terran Gregory auf die Arbeit mit Yrel, weil sie ihm wie eine dreanische Joan of Arc präsentiert wurde. Das Team hofft darauf, dass die Spieler den aktuellen Ton der Cinematics bemerken. Neuere Videos sind etwas ruhiger und werden durch die Charaktere getrieben. Die Verantwortlichen glauben nicht daran, dass es unbedingt eine Balance zwischen dem Geschlecht der Hauptfiguren geben muss. Sie erzählen einfach nur interessante Geschichten, die den Spielern etwas bedeuten. Nicht alle Charaktere gleichen den Menschen, die in der Motion Capture als Vorlage verwendet werden. Wenn es allerdings sehr gut passt, dann möchte das Team diesen Vorteil nutzen. Auch wenn das Team gelegentlich Motion Capture verwendet, so werden die meisten Szenen auch weiterhin einfach nur mit Referenzmaterial erschaffen. Die Auftritte von Saurfang und Anduin wurden beispielsweise per Hand von den Animatoren erschaffen. In der Zukunft soll es noch weitere Real-Time Zwischensequenzen geben. Das Team mag diese Art des Story Tellings. Ein im Spiel gezeigtes Cinematic sollte dem Grafikstil des Spiels entsprechen. Es gibt keine Pläne für eine komplett dreidimensionale Zwischensequenz. Legendary Pictures ist noch immer mit den Lizenzrechten der stereoskopische Sicht von Sturmwind involviert.