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Blizzard: Eine Fusion mit Vicarious Visions und ein Remake zu Diablo 2

Einem von Gameindustry.biz veröffentlichten Bericht zufolge hat sich die Führungsebene von Activision-Blizzard im Verlauf des gestrigen Tages dazu entschlossen, ihr bereits vor einigen Jahren erworbenes Entwicklerstudio Vicarious Visions direkt Blizzard Entertainment zu unterstellen und eine Fusion zwischen den beiden Studios durchzuführen.

Teaser Bild von Blizzard: Eine Fusion mit Vicarious Visions und ein Remake zu Diablo 2
Teaser Bild von Blizzard: Eine Fusion mit Vicarious Visions und ein Remake zu Diablo 2

Die ungefähr 200 früher unter Vicarious Visions arbeitenden Entwickler gehören somit jetzt offiziell zu Blizzard Entertainment, weshalb sie in Zukunft erst einmal auch nur noch an den Titeln dieses beliebten Studios arbeiten werden. Als Teil dieser Fusion wurde Jen Oneal von Vicarious Visions auf die Position des Executive Vice President of Development befördert und untersteht nun direkt J. Allen Brack von Blizzard Entertainment.

Activision Blizzard has moved its Vicarious Visions studio from the Activision side of the business to the Blizzard side. The publisher today told GamesIndustry.biz that effective today, it is merging Vicarious Visions into Blizzard Entertainment.

Auch wenn Gameindustry.biz keine Informationen zu den zukünftigen Projekten und der Rolle der ehemaligen Mitarbeiter von Vicarious Visions nennen konnte, so wurden diese Geheimnisse in der vergangenen Nacht netterweise von Jason Schreier von Bloomberg enthüllt. Laut diesem zweiten Beitrag hat die Fusion von Blizzard und Vicarious Visions wohl überraschend viel mit dem Flop von Warcraft 3: Reforged und dem geplanten Remake für Diablo 2 mit dem Namen „Diablo 2: Resurrected“ zu tun. Das ursprünglich einmal für die Remakes von klassischen Titeln und die Arbeit an den alten Spielen zuständige Team 1 wurde nach dem Scheitern von WC3 Reforged scheinbar aufgelöst und das in der Entwicklung gewesene Diablo 2 Remake wurde dem für Diablo 4 zuständigen Team zugewiesen. Die ehemaligen Entwickler aus Team 1 sind entweder zu anderen Stellen bei Blizzard gewechselt oder sie arbeiten jetzt für neue Studios wie beispielsweise Frost Giant Inc. und Dreamhaven Inc.. Dieser Umstand erklärt, warum so viele dieser neuen Studios aus ehemaligen Entwicklern von Blizzard bestehen.

Team 1 wanted to avoid repeating the mistakes of Warcraft III: Reforged on its next project, the remake of Diablo II. Shortly after the postmortem, however, Blizzard pulled that project from the team and put the division behind Diablo IV in charge. A group at Vicarious Visions is also working on the remake, which was known as Diablo II: Resurrected.

Was nun die Rolle von Vicarious Visions betrifft, so ist Blizzards Diablo 4 Team natürlich hauptsächlich mit der Fortsetzung dieser Spielereihe beschäftigt und kann nur wenig Arbeit in das Remake investieren. Die 200 in New York sitzenden ehemaligen Mitarbeiter von Vicarious Visions sollen jetzt die Entwicklung von Diablo 2: Resurrected unterstützen und dem Diablo 4 Team bei der Arbeit an diesem Projekt helfen. Selbst wenn einige Spieler und Vertreter der Presse diese Fusion jetzt als ein weiteres Anzeichen für den negativen Einfluss von Activision ansehen, so sollte an dieser Stelle aber auch unbedingt erwähnt werden, dass Vicarious Visions seit seiner Gründung vor ca. 30 Jahren nur wenig eigene Titel entwickelte und sich in dieser Zeit hauptsächlich auf das Erschaffen von Ports oder Remakes für die Spiele von anderen Entwicklern konzentrierte. Diese 200 Mitarbeiter eignen sich also perfekt dafür, um ein Remake von Diablo 2 oder eines anderen älteren Titels von Blizzard Entertainment zu erschaffen. Diese Fusion sollte sich also positiv auf die Qualität von Diablo 2: Resurrected auswirken und hoffentlich weitere Fälle von Warcraft 3 Reforged vermeiden.